.:lebenswaise:.

von woelfen und schafen und anderen ueberfaellen des taeglichen lebens



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Ostern ...

... ist glorreich vorbei und es ist ausreichend passiert, um abwechslungsweise wieder eine Runde Blog zu schreiben.

Ich staune immer wieder, wer so alles zur treuen Leserschaft gehoert - erwartet habe ich das bei vielen nicht unbedingt, aber wenn es euch gefaellt, was ihr zu lesen bekommt, ist das ja durchaus etwas Positives.

Was wollte ich denn eigentlich gerade erzaehlen? Ah ja, Ostern. Das verregnete Fest von Kreuzigung, Liebe und Auferstehung (zumindest laut christlichem Brauchtum) hat mich zu der Frage gefuehrt, was eigentlich die Amerikaner Ostern treiben? Wie wird auf der anderen Seite des Groszen Teichs dieser markante Punkt der christlichen Geschichte wahrgenommen? Easter Eggs als solches sind ja durchaus ein Begriff, nur wie umgesetzt? Ideen? Quellen? Irgendjemand?
lebenswaise am 18.4.06 13:02


A-Cappella in Hannover

Es ist soweit, die Homepage zur Sechsten Internationalen A-Cappella-Woche in Hannover ist Online. Trotz des "Unbenannten Dokuments" und vielleicht ein wenig gewoehnungsbeduerftiger Farbwahl in diesem Jahr, verspricht die Woche ein wahres Fest fuer die Ohren zu werden. Der Kartenvorverkauf beginnt am Mittwoch - und wer fuer das Abschlusskonzert Karten will, sollte sich so langsam auf die Socken machen. Andererseits, das Abschlusskonzert ist nur halb so schoen, wenn man nicht die kompletten Shows der jeweiligen Gruppen gesehen hat.

Und dass die A-Cappella-Woche auch diesmal wieder hochkaraetig besetzt ist, zeigt ein kurzer Blick auf die Liste der Gruppen:

  • 20. MAI ERÖFFNUNGSKONZERT THE REAL GROUP

  • 21. MAI GANZ SCHÖN FEIST

  • 22. MAI MASTERCLASS ABSCHLUSSKONZERT

  • 23. MAI JAVA FIVE

  • 24. MAI DIE A-CAPPELLA-NACHT MIT VIVA VOCE UND MEDLZ

  • 25. MAI THE HILLIARD ENSEMBLE

  • 26. MAI HIMLISCHE CANTOREY

  • 27. MAI CAMERATA

  • 28. MAI A-CAPPELLA-BRUNCH MIT VOCALDENTE

  • 28. MAI ABSCHLUSSKONZERT HIMLISCHE CANTOREY · JAVA FIVE · VIVA VOCE · MEDLZ · CAMERATA

lebenswaise am 13.3.06 12:26


Kabarett im Zweischlingen

Er ist vergeben, der 9. Bielefelder Kabarettpreis. Na gut, nicht gerade gestern, aber da ich diese Woche sowieso noch nichts Spannendes zu erzaehlen hatte, gibts eine kurze Retrospektive.

Vor allem unterhaltsam war es am 24. und 25. Februar im Zweischlingen: Am 24. wurde die "Vorentscheidung" zwischen den sechs nominierten Kuenstlern ausgetragen. In diesem Jahr ausschlieszlich Maenner, aber was sagt das Geschlecht schon ueber die Qualitaet aus?

Gestartet mit Marc-Uwe Kling, der trotz der schwierigen Position als "Starter" das Publikum foermlich mitriss, setze sich die erste Haelfte des Abends mit Genzow und Halfmann fort. Die beiden sind nicht uebel, sieht man davon ab, dass sie trotz ihrer spannenden musikalischen Einschuebe vielleicht nicht unbedingt singen sollten. Oder falls sie es doch tun, deutlich machen, dass sie vorsaetzlich seltsam klingen dabei. Erik Lehman hingegen ueberzeugte durch sein Imitationsgeschick und seine Brillianz als Redner.

Die zweite Haelfte des Programms bestritten nach kurzer Pause Andre Kaiser, dessen Qualitaeten sicher in einer gut ausgebildeten, "hoersinnigen" Stimme liegen und der ein hervorragender Entertainer ist, sofern man nicht im direkten Umfeld mit jemandem wie Hagen Range konfrontiert wird, der kurzweilig und treffend den geneigten Zuhoerer mit seiner eigenwilligen Sicht der Dinge vertraut macht. Den einzigen Beitrag mit spuerbaren Laengen lieferte Ruediger Rudolph, der zwar durchaus den Finger auf den (schmerzenden) Punkt legen kann, diesem "Handauflegen" aber immer wieder den Spannungsbogen entgleiten liesz.

Verdient ins Finale kaempften sich letzten Endes nach Publikumsentscheid Marc-Uwe Kling, Hagen Range und Erik Lehmann. Diese drei lieferten sich am folgenden Abend einen lachmuskel-zerfetzenden Endkampf, als dessen Sieger sich Marc-Uwe Kling behauptete.

Insgesamt ein Fest fuer die Ohren, die kleinen grauen Zellen und die Fitness. Nichts verbrennt schlieszlich schneller Kalorien, als aus tiefstem Herzen zu lachen. (Nebenbei wirkt so ein Preiskampf natuerlich auch der Verminderung der Denkleistung entgegen. Details verraet der Apotheker und/oder Arzt des Vertrauens.)
lebenswaise am 8.3.06 16:37


Schafe. Ein Krimi

Krimis gibts wie Sand am Meer. Schafe und Woelfe auch. Aber Krimis mit Schafen? Als Hauptakteure? Jetzt gibts mindestens einen davon und er verbreitet sich nicht nur in Deutschland mit rasanter Geschwindigkeit, sondern tritt seinen Siegeszug auch in vielen anderen Laendern der Welt an. Eben ueberall da, wo Menschen Schafe spannend finden.

Dabei stammt die Idee dazu von einer jungen Schriftstellerin, die mit diesem Buch sogar ihr Erstlingswerk vorlegte. Ein sehr gelungener erster Wurf, dem hoffentlich bald weitere folgen werden, denn die Protagonisten sind nicht nur wollig, sondern auch herzerfrischend schafig. Ein jedes mit eigenem Charakter und alle auf gemeinsamer Ermittlung des Moerders ihres Schaefers. Ein Buch, das, einmal angefangen, die Hand erst wieder verlaesst, wenn es bis zum Ende gelesen wurde.

Die Autorin selbst wirkt auf ihren Leseabenden angenehm unkompliziert, beantwortet Fragen des Publikums sehr aufgeschlossen und humorvoll und besitzt eine entschieden wichtige Gabe: Sie kennt nicht nur ihr Buch, sondern sie versteht auch, daraus so vorzulesen, dass es den Zuhoerer in Bann schlaegt.

Wer es also nicht schaffen sollte, einen Abend bei Schafen und Krimis zu verbringen, sollte die 17,90 Euro fuer die gebundene Ausgabe nicht scheuen und die Buchhandlung des Vertrauens konsultieren.

Leonie Swann
Glennkill Ein Schafskrimi
Goldmann-Verlag
ISBN 3442301297
lebenswaise am 2.3.06 08:57


Intermezzo

Und wo ich grad dabei bin, noch ein kurzer Konzertrueckblick. (Dann ist fuer heute aber auch Schluss )

Ebenfalls fast neu gegruendet sind Intermezzo. Doch obwohl von der vorigen Besetzung nur noch 25 % uebrig geblieben sind, hat die Qualitaet den Ensembles darunter in keiner Weise gelitten. Selbstverstaendlich lassen sich die neuen Stilelemente erkennen, die veraenderte Ausrichtung der Buehnenshow passt jedoch hervorragend zur neuen Gruppe und den neuen Stuecken.

Geblieben ist der familienkompatible Touch, geblieben auch eine atemberaubende Buehnenpraesenz aller Ensemblemitglieder. Ebenso ist die Show weiterhin fast unter experimentellem Musiktheater einzuordnen, und selbstverstaendlich ist das Klangbild immernoch fast unverschaemt rund und perfekt. Fast fragt man sich, ob es wirklich nur vier Stimmen sind, die man hoert ...

Doch trotz aller Vertrautheit - Intermezzo ist neu. Erfrischend. Ueberraschend. Witzig. Humorvoll. Voller Kraft. Einfach die konsequente Weiterfuehrung der bisherigen Arbeit auf einem hochprofessionellem Niveau.

Es gibt wenige Gruppen, die mich ueber die Jahre so fasziniert und immer wieder ueberrascht und in ihren Bann geschlagen haben, Intermezzo gehoert auf jeden Fall dazu. Egal, wieviel Skepsis anfaenglich der Umbesetzung und Neuausrichtung entgegen stand, sie beherrschen die Buehne und ihr Publikum und nehmen ihre Zuhoerer immer wieder mit auf eine neue, spannende Reise in die Welt der Musik. Sehr empfehlenswert!
lebenswaise am 20.2.06 11:12


Medlz

*aechz* ich geb zu, _das_ Konzert ist jetzt wirklich schon ein paar Tage her. Aber wo ich just dazu komme, will ich zu den fuenfen kurz eine Reminiszenz hinterlassen:

Es war einmal zu einer Zeit, da tourte eine A-Cappella-Gruppe durchs Land, die sich Nonets (Site moeglicherweise schon im "Medlz-Style") nannten. Eigentlich eine sehr gut anzuhoerende Gruppe junger Frauen, deren Konzerte gar nicht so schlecht besucht waren. Nun begab es sich, dass mensch sich Konzertkarten kauft und freute. Der Abend des Konzerts naeherte sich, mensch betrat die konzertante Staette - und lernte die Medlz kennen.

Nein, ich kann wirklich nichts dafuer, dass sie sich so cool geben und Kidzsprech imitieren. Andererseits haben sie inzwischen ein Programm, das den Gedanken, sie wuerden mit einer echten Band im Hintergrund deutlich besser klingen, nicht wirklich fernhaelt. Dann kaemen sie von Look und Arrangement in etwa in die Naehe der besseren, lecker gecasteten Popbands.

Das Repertoire ist noch ein wenig unentschieden zwischen Coverversionen und Eigenkompositionen, wobei letztere daran kranken, dass sie (popgruppenartig) einfoermig klingen und wirken. Nach dem dritten oder vierten Stueck verschwimmen die Unterschiede. (Nicht, dass jetzt der falsche Verdacht aufkommt: So einfoermig wie Modern Talking sind sie nicht, aber wirklich abwechslungsreich eben auch nicht.) Eigentlich schade, die Texte selbst gaeben durchaus mehr her. Ein echter Lichtblick ist hingegen die Konteraltistin, deren Stimmbereich in allerfeinste tiefe Lagen reicht. Da kann man(n) schwach werden ...

Gesamteindruck: Durchaus anhoerenswert, aber noch deutlich steigerungsfaehig. Schreiben wir es einfach der Umgruendung zu und hoeren in einem Jahr noch mal rein, wie sie sich entwickelt haben.
lebenswaise am 20.2.06 11:01


In eigener Sache

... stelle ich mal wieder fest, dass ich wider alle Bemuehungen letztlich doch montags blogge. Und dass mich keine zehn Pferde ins Netz kriegen, wenn ich die Nase zu tief ins reale Leben stecke. Das ist dann zwar nicht der Sinn eines Blogs, aber lieber wenig und anstaendig als viel und aussagefrei, oder?
lebenswaise am 20.2.06 10:47


United Voices werden 10

Fast nicht zu glauben, aber United Voices sind inzwischen ganze zehn Jaehrchen alt! Andererseits, es war gar nicht so schlecht, das Jubilaeumskonzert anzuhoeren, da man so in den Genuss einiger alter (und irgendwie doch schmerzlich vermisster) Stimmen kam. Sieben Frauen und zwei tenorlagige Maenner sind eben kein Ersatz fuer das ausgewogen besetzte, teilweise sogar extrem charismatische Ensemble, als das ich United Voices vor Jahren kennenlernen durfte.

Sicher, es gibt immer Fluktuation: der eine macht inzwischen ein Solo-Projekt, andere sind berufsbedingt quer durchs Land gezogen und und und. Aber es hat dem Gesamtklang nicht wirklich gut getan, nun ueber keinerlei tiefe Lagen mehr zu verfuegen.

Positiv ist hingegen auf jeden Fall anzumerken, dass die Buehnenpraesenz vieler "Voices" inzwischen doch erheblich natuerlicher wirkt, auch wenn im Rahmen der Jubilaeumskonzerte nicht mehr ein(e) jede(r) zu seinem ureigensten Solo kam.

Insgesamt ein Abend, an dem man lernen konnte, dass selbst fuer einen Raum ueberdimensionierte PA bis an den Klirrfaktor gefahren werden kann, waehrend sich der enthusiasmierte Zuhoerer fragt, ob er nicht vielleicht doch die Ohropax-Schaechtelchen haette mitnehmen sollen, wie zu Rock- und Metal-Konzerten ueblich. Die dargebotene Freude an der Musik glich dabei die Patzer der Technik aus, mit besserer Abmischung haette man sich sogar wirklich entspannt amuesieren koennen. So kann man das Ganze als durchaus gelungenen Abend fuer den Fankreis betrachten, der sicherlich auch voll auf seine Kosten kam.
lebenswaise am 20.2.06 10:45


Sammelsurium

Manchmal laufen einem ja die aus unterschiedlichsten Gruenden als spannend empfundensten Webseiten ueber den Weg. Und da das heute auch der Fall war, hab ich mich mal zu der neuen Zusatzseite Sammelsurium aufgerafft.


Kommentare, Vorschlaege?
lebenswaise am 20.1.06 12:44


Hardware 2

Gestern ist die neue Digitalkamera eingetrudelt. Sehr fein. Damit kann ich zumindest deutlich besser umgehen als mit dem USB-Stick. Alle Spielereien hab ich zwar noch nicht drauf, aber wer will schon gleich am ersten Tag einen Animationsfilm im Stile des Sandmaennchens mit einer Kamera drehen?

Aber die ersten Bilder sind schon recht vielversprechend.

Ach so, was fuer eine? Guckstu:

Panasonic. Lumix DMC-FZ20EG-K
lebenswaise am 20.1.06 12:07


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