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Comeback

Fuenfhundert Kilometer fuer ein Konzert sind doch kein Umweg, oder? Zumindest, wenn man der verwegenen Idee nachkommt, einem A-Cappella-Konzert beiwohnen zu wollen, das von einem (in Zahlen 1) Menschen dargeboten werden soll. Noch mal zum Mitdenken: Wir reden von A-Cappella, also von Vokalmusik ohne instrumentalen Klangteppich. Und in diesem Fall soll ein komplettes abendfuellendes Konzert von eben dieser einen Person dargeboten und akustisch faszinierend sein. Fuer so ein Vorhaben gibt es nur zwei Moeglichkeiten: Entweder es handelt sich um den totalen Flop schlechthin oder man geht verdutzt nach Hause.

Dass die Chancen auf einen Flop relativ niedrig standen, war die Voraussetzung, mit der der geneigte Konzertbesucher kommen durfte, schlieszlich handelt es sich bei dem Auftretenden um ein Drittel der inzwischen leider aufgeloesten Schweizer Formation Hop o' my Thumb, deren letztes Konzert in Guetersloh stattfand. Gut, gerechterweise ein wenig mehr als ein Drittel, denn die Loopmachine, die bereits die "Stimmfeuer"-Show begleitete, hat ihren Weg zusammen mit Martin O. weiter beschritten. Und die Symbiose beider macht es dann moeglich: Volle Klangflaechen, Harmonien, die sich fast aus dem Nichts heraus entwickeln, fantastische Baselines, Stimmakrobatik vom Feinsten. Nichts, das der Zuhoerer und Zuschauer des Konzerts dem verschmitzt laechelnd dreinschauenden Schweizer nicht haette glauben wollen - jede Sekunde ist ein glaubwuerdiges, professionelles Stueck bester Unterhaltungskunst.

Martin O.

Es braucht nur wenige Sekunden, schon befindet sich das Publikum ganz im Banne des Solisten, der wenig redet aber desto mehr darbietet. Einen kleinen Eindruck davon vermittelt ein Soundsnippet seiner Webseite, Myster Klangwelt (mp3). Doch nicht nur die Stimme fasziniert, auch die Buehnenshow ist gut choreografiert und wirkt faszinierend natuerlich, wie man an den sehr genial zusammengeschnittenen Ausschnitten aus dem Soloprogramm in St. Gallen ein wenig erkennen mag. Und irgendwas muss dran sein an der Show - nicht immer will ein Publikum eine vierte Zugabe.
16.10.07 16:45
 


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