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A-Cappella in Guetersloh (III)

Wieder Guetersloh, wieder Stadthalle, diesmal kleiner Saal. Wir befinden uns im Nachholkonzert der U-Bahn-Kontrolloere in tiefgefrorenen Frauenkleidern. Vielleicht ist der Termin am langen Wochenende nicht ganz gluecklich gewaehlt, vielleicht liegt es an dem Termindurcheinander, vielleicht auch einfach nur an der strahlenden Sonne - der Saal fuellt sich leider nur etwas mehr als zur Haelfte.

Einen Moment lang irritiert die fehlende Verdunklung des Saales, doch dann legen die Wildwest-Moenche los. Erfreutes Publikum, applaudierend. Doch der Schock folgt auf dem Fusze - die Kontrolloere wagen es doch tatsaechlich, sich in dem "guten Geschmack" zuwiderlaufende Kleidungsstuecke zu zwaengen und damit die Buehne enternd das Publikum zu schockieren! Nicht etwa, dass es Kuheuter und -schwaenze zu sehen gibt (das liesze sich ja vielleicht noch verkraften, wenn man seinen typischen Kneipenhumor zugibt als Publikumsinsasse), nein, sie wagen es als niedliche weisze Feinripp-Eingriff-Dickdarmzotten auf der Buehne zu erscheinen! Hier setzt jeglicher Humor der geschockten Zuhoerer aus, nur wenige wagen es, sich vor Lachen zu kruemmen.

Das Konzert meistern die fuenf Hessen in gewohnt professioneller Manier, doch ist ihnen hin und wieder anzumerken, wie schwer es faellt, mit einem Publikum zu interagieren, das sich weigert, sich auf die Gruppe einzulassen. Nur die selteneren Klatsch-Stellen (auf eins und drei, versteht sich) sowie leichte Anzueglichkeiten schaffen es weiterhin, die Sinne der Anwesenden zu erreichen.

Bedauerlich, dass das Guetersloher Publikum wenig geschult ist, Spasz auch an schwarzem, sich selbst nicht ernst nehmendem Humor zu finden. Moeglicherweise sind Acts wie die Kontrolloere einfach nicht haeufig genug im tiefen Ostwestfalen, moeglicherweise hatten sich einfach die falschen Besucher eingefunden. Trotz allem war die Show bemerkenswert und ein echter Lichtblick fuer all diejenigen im Auditorium, die sich auf die fuenf Saenger einlieszen.

An dieser Stelle ein groszes Lob an Ton und Licht: Keine Uebersteuerung, sauber auf den Punkt gesetzte Effekte, gute Auspegelung und sogar ein Vermindern der Lautstaerke funktionierte problemlos. Hervorragende Arbeit!
16.5.06 10:49
 


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