.:lebenswaise:.

von woelfen und schafen und anderen ueberfaellen des taeglichen lebens



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Leute

Girls' Day

Am 27. April ist es wieder so weit - Schuelerinnen der Mittel- und Oberstufe werfen einen Blick in die Betriebe und werden dort an technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe herangefuehrt. Diese Heranfuehrung sollen moeglichst Frauen uebernehmen, die in diesem "maennergepraegten Umfeld" berufliche Erfahrung oder sogar eine gewisse Karriere vorzeigen koennen.

Was mich in dem Zusammenhang interessiert, gibt es eigentlich Statistiken ueber die Wirksamkeit des Girls' Day? Mich wuerde es sehr wundern, wenn sich die ueber Jahre gewachsene Einsicht, was denn nun "Frauen-" respektive "Maennerberufe" sind und wo sich frau spaeter wiederfindet, an einem einzigen Tag durch eine Unmenge kurzer Gespraeche mit Frauen an deren Arbeitsplatz veraendert.

Ich will nicht abstreiten, dass es sinnvoll sein kann, den jungen Damen das Vorhandensein solcher Berufsausuebenden zu zeigen, nur lehrt mich die Erfahrung der letzten derartigen Veranstaltungen, dass diese Berufswahlen eher als "erschreckende Beispiele unfraulichen Verhaltens" gewertet werden.

Interessanterweise scheinen die Schuelerinnen inzwischen auch sehr gern frueh naturwissenschaftliche Faecher abzuwaehlen oder ihnen zumindest nur geringes Interesse entgegen zu bringen. Nur, was kann man ohne grundlegende Kenntnis naturwissenschaftlicher Zusammenhaenge heutzutage noch werden? Wenn selbst Mathematik ein inzwischen eher geschmaehtes Pferd ist?
lebenswaise am 19.4.06 14:38


Kabarett im Zweischlingen

Er ist vergeben, der 9. Bielefelder Kabarettpreis. Na gut, nicht gerade gestern, aber da ich diese Woche sowieso noch nichts Spannendes zu erzaehlen hatte, gibts eine kurze Retrospektive.

Vor allem unterhaltsam war es am 24. und 25. Februar im Zweischlingen: Am 24. wurde die "Vorentscheidung" zwischen den sechs nominierten Kuenstlern ausgetragen. In diesem Jahr ausschlieszlich Maenner, aber was sagt das Geschlecht schon ueber die Qualitaet aus?

Gestartet mit Marc-Uwe Kling, der trotz der schwierigen Position als "Starter" das Publikum foermlich mitriss, setze sich die erste Haelfte des Abends mit Genzow und Halfmann fort. Die beiden sind nicht uebel, sieht man davon ab, dass sie trotz ihrer spannenden musikalischen Einschuebe vielleicht nicht unbedingt singen sollten. Oder falls sie es doch tun, deutlich machen, dass sie vorsaetzlich seltsam klingen dabei. Erik Lehman hingegen ueberzeugte durch sein Imitationsgeschick und seine Brillianz als Redner.

Die zweite Haelfte des Programms bestritten nach kurzer Pause Andre Kaiser, dessen Qualitaeten sicher in einer gut ausgebildeten, "hoersinnigen" Stimme liegen und der ein hervorragender Entertainer ist, sofern man nicht im direkten Umfeld mit jemandem wie Hagen Range konfrontiert wird, der kurzweilig und treffend den geneigten Zuhoerer mit seiner eigenwilligen Sicht der Dinge vertraut macht. Den einzigen Beitrag mit spuerbaren Laengen lieferte Ruediger Rudolph, der zwar durchaus den Finger auf den (schmerzenden) Punkt legen kann, diesem "Handauflegen" aber immer wieder den Spannungsbogen entgleiten liesz.

Verdient ins Finale kaempften sich letzten Endes nach Publikumsentscheid Marc-Uwe Kling, Hagen Range und Erik Lehmann. Diese drei lieferten sich am folgenden Abend einen lachmuskel-zerfetzenden Endkampf, als dessen Sieger sich Marc-Uwe Kling behauptete.

Insgesamt ein Fest fuer die Ohren, die kleinen grauen Zellen und die Fitness. Nichts verbrennt schlieszlich schneller Kalorien, als aus tiefstem Herzen zu lachen. (Nebenbei wirkt so ein Preiskampf natuerlich auch der Verminderung der Denkleistung entgegen. Details verraet der Apotheker und/oder Arzt des Vertrauens.)
lebenswaise am 8.3.06 16:37


Schafe. Ein Krimi

Krimis gibts wie Sand am Meer. Schafe und Woelfe auch. Aber Krimis mit Schafen? Als Hauptakteure? Jetzt gibts mindestens einen davon und er verbreitet sich nicht nur in Deutschland mit rasanter Geschwindigkeit, sondern tritt seinen Siegeszug auch in vielen anderen Laendern der Welt an. Eben ueberall da, wo Menschen Schafe spannend finden.

Dabei stammt die Idee dazu von einer jungen Schriftstellerin, die mit diesem Buch sogar ihr Erstlingswerk vorlegte. Ein sehr gelungener erster Wurf, dem hoffentlich bald weitere folgen werden, denn die Protagonisten sind nicht nur wollig, sondern auch herzerfrischend schafig. Ein jedes mit eigenem Charakter und alle auf gemeinsamer Ermittlung des Moerders ihres Schaefers. Ein Buch, das, einmal angefangen, die Hand erst wieder verlaesst, wenn es bis zum Ende gelesen wurde.

Die Autorin selbst wirkt auf ihren Leseabenden angenehm unkompliziert, beantwortet Fragen des Publikums sehr aufgeschlossen und humorvoll und besitzt eine entschieden wichtige Gabe: Sie kennt nicht nur ihr Buch, sondern sie versteht auch, daraus so vorzulesen, dass es den Zuhoerer in Bann schlaegt.

Wer es also nicht schaffen sollte, einen Abend bei Schafen und Krimis zu verbringen, sollte die 17,90 Euro fuer die gebundene Ausgabe nicht scheuen und die Buchhandlung des Vertrauens konsultieren.

Leonie Swann
Glennkill Ein Schafskrimi
Goldmann-Verlag
ISBN 3442301297
lebenswaise am 2.3.06 08:57


In eigener Sache

... stelle ich mal wieder fest, dass ich wider alle Bemuehungen letztlich doch montags blogge. Und dass mich keine zehn Pferde ins Netz kriegen, wenn ich die Nase zu tief ins reale Leben stecke. Das ist dann zwar nicht der Sinn eines Blogs, aber lieber wenig und anstaendig als viel und aussagefrei, oder?
lebenswaise am 20.2.06 10:47


Termine?

Da sagt doch heute frueh glatt jemand zu mir, wir haetten fuer morgen Abend Konzertkarten. Andererseits ist genau da mein monatliches Treffen mit netten programmierenden Menschen. Und genau dafuer fungiere ich als Ansprechpartner ... Stellt sich die Frage, wie aus diesem Durcheinander wieder heraus zu kommen ist. Zumal ich gerade nicht einmal weisz, was es denn morgen Abend anzuhoeren gaebe ...
lebenswaise am 6.12.05 11:45


Laden, zielen, feuern, Treffer! Versenkt!

Eigentlich hiesz es bisher immer, das Niveau koenne in der JuHe Kahlenberg ueber der Ruhr eigentlich nur in diese versenkt werden, wenn ein bestimmter Herr durch Anwesenheit und (damit es schneller geht) Beteiligung am Gespraech glaenzt. An diesem Wochenende zeigte sich deutlich, dass das Versenken jeglichen Niveaus hervorragend funktioniert, auch ohne dass selbiger Herr unter den Da-Seienden weilt. Na gut, er war zumindest angekuendigt ...

Das Niveau hielt es noch nicht mal bis zu meiner Ankunft gegen sieben Uhr abends durch. Dabei musste es doch bis dahin keine 5 Stunden durchhalten! Ich war ein wenig enttaeuscht, denn nach einem anstraengenden Tag mit sechs Stunden permanent Quasselns, um anderen Menschen die Grundzuege der Programmiertechnik fuer Webapplikationen beizubringen, gefolgt vom lustigen Spiel "Heute ist Spieltag der ersten Fuszball-Bundesliga und die Fanhorden wollen heim, daher mischen wir selbige mit den Weihnachtseinkaeufern und gucken, wie schnell man dann ueber den dreispurigen Permanent-Standstreifen fahren kann" hatte ich mich durchaus auf das erfolgreiche Erstversenken des Niveaus gefreut. Aber da war es schon voellig durchnaesst als Schiffbruechiger aus der Ruhr gefischt worden.

Allerdings aenderte das nichts daran, dass es ein wunderschoenes, entspannendes Wochenende wurde, dessen Massage-Sessions, Einfuehrungskurse in praktischer praeventiver Gemeinheit und boesartige Sprachmissinterpretationen der allgemeinen Heiterkeit deutlich zutraeglich waren. Jaja, richtig gelesen. Ein Wochenende fuer die schwarze Seele.

Natuerlich koennte sich der geneigte Leser auf diesem Wege durchaus zum FunACon anmelden und sich auf die Fruechte der harten Wochenendarbeit freuen - oder aber auf Feuerspuck-Workshops, Rollenspielrunden, Schwertkampf (keine LARP-Pompfen, echte Zweihaender!), Theater, Harmony-Workshop und aehnlich spannende Events.
lebenswaise am 5.12.05 13:06


FC2k6HT

Was fuer ein herrliches Kuerzel! Kein Mensch kanns aussprechen, kaum einer es sich merken. Sofern er nicht weisz, dass es fuer ein kleines, gemuetliches Kamin-Treffen von veranstaltungsvorbereitungswilligen Adventsfluechtlingen steht, die das kommende Wochenende zweckgebunden nutzen wollen.

Ihr Lieben, ich freue mich schon riesig auf euch, auf die Stadt Muelheim (a.d. Ruhr), Familie Meyer, den langen Abend am Kamin und die wohlige Waerme des "Heimkommens"!
lebenswaise am 2.12.05 15:18


Lernwillige

Gerade falle ich in die ersten superhektischen Zuckungen: Ich sollte so langsam meine Vorbereitungen fuer den morgen frueh zu haltenden Kurs treffen. Zum Beispiel die dazugehoerige Webseite wieder online gehen lassen, ein paar Folien zusammenstellen, die dann vielleicht auch per Web anguckbar sind, vorher eruieren, ob ich moeglicherweise sogar "richtige" Folien am Schulungsort laufen lassen kann, wenn ich schon meinen eigenen Laptop nicht in das dortige Netz einklinken darf, ueberhaupt ein Schulungsablaufsprogramm schreiben, das mehr beinhaltet als die grobe Idee, mit der ich derzeit herumlaufe, Uebungen und Loesungen zusammenschreiben, damit ich genug Zeit habe, den Leuten beim Arbeiten ueber die Schulter zu schauen, und vor allem: Mal das dortige Repository durchsehen, damit ich morgen auch weisz, wie viel Ahnung sie wirklich von Sicherheit haben. Muss ja nicht sein, dass ich fuer ein hochgradig selbstmoerderisches Framework verantwortlich zeichne.

Andererseits, auch wenn ich jetzt "maule", ich freue mich auf die Leute. Menschen, die sich freiwillig auf den Hosenboden setzen, um etwas Neues zu lernen, sind mir per se sympathisch
lebenswaise am 2.12.05 15:15


dtg

Manchmal ist es fast unheimlich, welche Auswirkung die Fragen von Menschen haben koennen, die man gern mag.

In diesem Fall frug ein Freund nach einem fast in "Vergessenheit" geratenen Projekt, einer Geschichtensammlung. Und wie das Leben so spielt, war das genau der Ausloeser, eine neue Geschichte zu schreiben und sich zu den anderen gesellen zu lassen.

dtg, dank fuer die Inspiration!
lebenswaise am 29.11.05 12:21


Nach der Volksmusik der verklaerte Blick in die Zukunft

Nachdem mich die CDU-Kandidatin mit ihrem Charme allmorgendlich anstrahlt, hat sie in den letzten zwei Wochen Gesellschaft bekommen. Rainer Wend ist auf seinem Wahlplakat, an das ich mich schon von der letzten Wahl zu erinnern glaube, mit leicht verklaertem Blick zu bewundern. Bedauerlicherweise hat man beim schnellen Vorueberfahren den Eindruck, dass er gar nicht den Betrachter anschaut, sondern die Augen auf ein (linksgerichtetes?) Ereignis in der Vergangenheit richtet. Gut, wenn man lange und nah genug dran ist, aendert sich das, aber bis dahin ...

Bedauerlicherweise scheint es die netten Wahlplakate nicht zum Begucken im Netz zu geben - alternativ hab ich die falschen Suchstrategien. Wer also mehr weisz, sage bescheid
lebenswaise am 1.9.05 14:58


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