.:lebenswaise:.

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Wochenend mit Sonnenschein

Gut, das ist jetzt zwar nix mit Aufarbeiten der vergangenen Wochen sondern eher ein ganz aktuelles Thema, aber falls das nicht stoert ...?

Freitag, 09.15 Uhr
Ich erfahre, dass mein Kunde, mit dem ich am Sonnabend einen Schulungstermin vereinbart habe, den Termin nicht halten kann. Das verspricht spannend zu werden, schlieszlich will er noch ein paar weitere Termine in diesem Jahr realisieren und alle noch verfuegbaren Wochenend-Moeglichkeiten sind bereits fuer ihn reserviert. Also unter der Woche. Ob das gut geht?

Freitag, 10.30 Uhr
Ich habe im Kopf Terminmurks gebaut. Gluecklicherweise positiven Terminmurks. Denn jetzt kann ich ganz bedenkenlos eine Einladung lieber Freunde annehmen, die ich bislang wegen Terminproblemen abgesagt hatte, und die gedanklich bereits eine Woche zuvor statt fand. Findet sie aber nicht, sondern am morgigen Sonnabend. Wenn ich schon ungeplant einen Tag frei habe, bietet sich das ja foermlich an.

Freitag, 13.15 Uhr
Entsetzt werfe ich einen Blick auf die Uhr, ich bin schon eine Viertelstunde ueber die Zeit und sollte dringend Feierabend machen. Das tue ich dann auch. Nichts wie rein ins Auto und mit ueberhoehter Geschwindigkeit durch die Stadt zum Kundentermin. Gluecklicherweise habe ich eine Idee, wo sich die Blitzer und der Kunde befinden ... Das Gespraech beim Kunden dauert erwartungsgemaesz etwas ueber eine Stunde, so dass ich 15.20 Uhr wieder im Auto sitze, den Kopf voller Punkte, die ich bis zum naechsten Termin abarbeiten muss, den Computer des Kunden mit Zeugs zugepackt, von dem er schwer begeistert ist, und ein Zeitlimit von jetzt noch knapp 30 Minuten, in dem ich meine bessere Haelfte einsammeln und zum Autohaendler fahren darf, um das neue Gefaehrt endgueltig zu inspizieren und dann hoffentlich abzuholen.

Freitag, 17.30 Uhr
Geschafft, das neue Gefaehrt ist taubenblau, klein, handlich und oekonomisch. Genau das, was ich von einem primaer fuer den Stadteinsatz konzipierten Wagen erwarte. Sogar einen Satz Winterreifen auf Alufelge war zu erstehen. Natuerlich passten die bisherigen Winterreifen in einem Parameter nicht ... Kurz beim Fast-Food-Haendler des geringsten Misstrauens vorbei schauen und einen Bissen zu uns nehmen.

Freitag, 19.30 Uhr
Mit zwei Autos wieder heim gefahren, fix aus den Arbeitsklamotten gehuepft und in die "Abendgarderobe" gewechselt. Jetzt ist Konzertzeit. Mit dem neuen Gefaehrt gehts zur Neuen Schmiede, schlieszlich wollen wir noch ins Konzert. Falls es noch nicht aufgefallen ist, ja, ich hoere jede Menge verschiedenster A-Cappella-Sachen. Und jetzt die Preisfrage: Was stand wohl auf dem Konzertprogramm?

Freitag, 23:00 Uhr
Ein schoenes Konzert mit Java Five (Vorsicht, nur Flash ) ist zu Ende. Klar, die Jungs sind ein bisschen speziell vom Sound her, aber wer Swing und Jazz mag, wird sich wohlfuehlen. Doch dazu gleich mehr.

Freitag, spaet
IRC und Webchat sind manchmal wirklich fiese Drogen, vor allem, wenn man sich dort viel zu lange aufhaelt.

Sonnabend, frueh.
Aus unerfindlichen Gruenden habe ich den Wecker auf normale Arbeitszeit stehen. Keine gute Idee. Aber so komme ich noch zu ein paar Handgriffen im Haushalt und kann etwas spaeter nach einem netten Fruehstueck mit meiner besseren Haelfte das ganze Geraffel vom alten Auto ins neue raeumen. Man glaubt nicht, wieviel seltsamer Kram da zusammenkommt. Fragt sich nur, warum ausgerechnet der Ascher absolut leer war?

Sonnabend, mittags
Ein kurzer Blick in die Welten des Onlinetums, bedauerlicherweise erwische ich niemanden, den ich bezueglich der technischen Ausstattung meines Tages-Zielortes befragen kann. Dann improvisiere ich also besser und packe alles ein, was mir zum Waffel-Backen als brauchbar erscheint: Staerke, Vanillin-Zucker, Sahne, Butter, Rumaroma (das Gute!), Milch, Backpulver. Kirschen nicht vergessen. Bedauerlicherweise finde ich meine Improvisationswaage nicht. Hoffentlich geht das gut. Waffeleisen einpacken waere wohl auch keine ganz dumme Idee ... und Messbecher sind auch nicht soo daneben. Der Rest der notwendigen Zutaten ist samt der spaeter benoetigten jeweiligen Menge zum Zubereiten auf dem Einkaufszettel vermerkt.

Sonnabend, 13.15 Uhr
Ich mache mich auf gen Supermarkt. Zwar finde ich keine Staerke (ich traue der Menge, die sich noch in meinem Staerke-Topf befindet, nicht so ganz), aber Vanille-Pudding-Pulver tuts auch. Die restlichen fehlenden Zutaten gibts gluecklicherweise, und sie sind problemlos zu finden.

Sonnabend, 13.45 Uhr
Endlich alles eingekauft, ins Auto geladen und ich abfahrbereit. Es kann losgehen. Wenn man dazu eine ungefaehre Wegbeschreibung hat (Brghhsn -> Bd. Rothf. -> Bd. Laer -> ...) findet man sogar halbwegs den Weg uebers weite Land, auch wenn man ihn noch nie gefahren ist. Natuerlich verfranse ich mich ab Abzweig nach Westbevern. Vermutlich haette ich der Umgehungsstrasze laenger folgen sollen und nicht dem seltsamen weiszen Schild am Ortseingang von Ostbevern vertrauen. Der Rest ist fast simpel. In Nordwalde fahre ich eine Ehrenrunde im Kreisel, entdecke auf den 200 m zurueck zum Ortseingang die Feuerwehr, an der ich just vorbei gefahren bin, biege in die richtige, eben uebersehene Einfahrt ein und bin nach wenigen Metern am Ziel. Inzwischen ist es knapp vier.

Sonnabend, etwas spaeter
Lustige, altbekannte, selten gesehene Gesichter. Nette Menschen, die sich dahinter verstecken. Und der Anlass ist ein KiKu, ein Treffen, auf dem ich seit rund 3 Jahren nicht mehr war. Ich glaub, ich werde alt. Wir reden doch tatsaechlich im Stile von "Weiszt du noch, damals, als XY dies und jenes passierte ..."

Sonnabend, frueher Abend
Ich habe irgendwann aufgehoert auf die Uhr zu gucken, die letzten fehlenden Gaeste stecken irgendwo im Stau auf der A1. Also hungern wir ein wenig, damit wir hinterher mehr Spasz beim gemeinsamen Essen haben. Inzwischen saue ich erfolgreich die Kueche der Gastgeberin ein, indem ich den Topf mit der Staerke gen Boden expediere. Gott sei Dank hatte ich vorher die Ahnung, dass es eine gute Idee waere, ein wenig Staerke (aka Puddingpulver) einzukaufen. Die Waffeln sind gerettet. Wir machen es uns im Partykeller bequem. Gegen sieben (glaube ich) trudeln Rince, Freddy und Mecki ein. Die Welt ist in Ordnung.

Sonnabend, spaeterer Abend
Wir sind pappsatt vom leckeren Essen, schwatzen, machen ein bisschen Musik. Irgendwann gucke ich auf die Uhr, stelle fest, dass es halb drei ist, und beschliesze, mich doch so langsam mal auf die Socken gen Heimat zu machen. Bedauerlicherweise verging die Zeit wie im Fluge, und natuerlich ist noch laengst nicht alles gesagt und erzaehlt, was des Weitergebens wert gewesen waere. Vielen Dank an die Gastgeberin, die mich fuer die Rueckfahrt mit leckeren Schoko-Kirsch-Muffins und einer Flasche Cola versorgt. So kann ich den Getraenkehalter im neuen Gefaehrt ausprobieren und habe ein wenig Nervennahrung, die mich vor dem Einschlafen am Steuer bewahrt.

Sonntag, 04:30 Uhr
Bett.

Sonntag, 11:00 Uhr
Irgendwann gegen neun habe ich den Wecker ausgemacht. Eigentlich haette ich noch ein bisschen was im Haushalt tun wollen und muessen, aber ich bin hundemuede. Leider ist es seit neun nicht wesentlich heller geworden. Andererseits ist Totensonntag, da ist es schon recht, wenn der Himmel weint. Mittags zum Essen nach Halle, Friedhofsspaziergang, Kaffee trinken, Auto vorfuehren.

Sonntag, 17:30 Uhr
Daheim. Uff. Ich bin hundemuede. Dass es den ganzen Tag nicht hell wurde, hat mich nicht wacher gemacht. Bettzeit.

Montag, 06:45 Uhr
Mein Wecker meint, ich solle mal zwecks Arbeitsergreifung aufstehen. Irgendwie bin ich immer noch nicht munterer als Sonntag Abend. Aber mein Blog hat Hunger ...
21.11.05 16:53
 


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